Ackerbaubetrieb 50km südlich von Paris

186,0 ha. EUR 3.720.000,-   Zu verkaufen   Investition

Île-de-France, Frankreich


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Bauernhof/ Investitionsobjekt 50 km südlich von Paris.

Land:

Bauernhof von 186 ha in einem Stück. Das Grundstück ist noch bis 2024 verpachtet, aber der Pachtvertrag kann verlängert oder gekündigt werden.
Bewässerung: auf 186 ha

Gebäude:

Es sind keine Gebäude vorhanden

Material :

Es ist kein Material vorhanden

Preis:

Der Nettoverkaufspreis beträgt 3.720.000,00 € (20.000,00 €/ha)

  • id
    1848
  • Preis
    EUR 3.720.000,- EUR > EUR
  • Größe
    186,0 ha.
  • Art
    Investition
  • Land
    Frankreich
  • Region
    Île-de-France
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Interfarms Frankreich

Information Frankreich

Frankreich ist mit 551.700 km² der größte Staat Westeuropas. Im Norden wird Frankreich vom Ärmelkanal, Belgien und Luxemburg begrenzt. Im Osten liegt die Grenze zu Deutschland und der Schweiz und im Süden wird Frankreich von Italien, dem Mittelmeer, Spanien und Andorra begrenzt. Die Grenze im Westen bildet der Atlantische Ozean. Frankreich ist topografisch sehr abwechslungsreich. Fast zwei Drittel der Bodenfläche besteht aus Ebenen und Hügeln. In Frankreich wohnen 60,8 Millionen Menschen (2008). Die durchschnittliche Besiedlungsdichte in Frankreich beträgt 111 Einwohner pro km². In Frankreich sind die regionalen Unterschiede in dieser Hinsicht groß. Paris hat beispielsweise mehr als 20.000 Einwohner pro km², während die Provinz Gard gerade einmal 91 Einwohner pro km² zählt. Ile-de-France und Nord-Pas-de-Calais sind die einzigen Regionen mit einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von mehr als 200 Einwohnern pro km². Die Landwirtschaft spielt in Frankreich eine größere Rolle als in den Wirtschaften anderer Industrieländer, was teilweise auf die verhältnismäßig niedrige Besiedlungsdichte und auf die Bedeutung, die den ländlichen Gebieten im Hinblick auf die nationale Identität beigemessen wird, zurückzuführen ist.

1945 wurde das französische soziale Sicherheitssystem, das von dem Prinzip der Verteilung ausgeht, eingeführt. Bei der französischen sozialen Sicherheit kann zwischen einer Regelung für Arbeitnehmer und einer Regelung für Selbstständige unterschieden werden. Die allgemeine Regelung für Arbeitnehmer umfasst eine Krankenversicherung, eine Versicherung für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, eine Invaliditätsversicherung, eine Rentenversicherung und eine Versicherung für den Todesfall, Arbeitslosengeld und Zulagen für Familien. Jeder, der ein Gehalt bekommt, ist an eine Krankenkasse angeschlossen und besitzt eine Sozialversicherungsnummer ('Numero de Securité Sociale'). Für Selbstständige gibt es eine gemeinschaftliche Krankenversicherung, aber die Renten-, Invaliditäts-und Hinterbliebenenversicherungen sind nach Berufsgruppen gegliedert. Selbstständige bekommen, ebenso wie Arbeitnehmer, Zulagen für Familien, doch sie haben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Für die Selbstständigen ist der französische Staat zuständig. Bei den Landwirten ist das die M.S.A. ('Mutualité Sociale Agricole'), die anhand der Steuererklärung bemessen wird, bei anderen gilt die U.R.S.S.A.F. Da 60 % der Berufsbevölkerung aus Frauen bestehen (im 1. Weltkrieg wurden Frauen in den Arbeitsprozess voll eingegliedert), ist die Unterbringung von Kindern in Tagesstätten gut geregelt. Ab drei Jahren können die Kinder in den Kindergarten (la maternelle). In die Grundschule (école primaire) gehen die Kinder ab sechs Jahren bis zum Alter von elf Jahren. Danach gibt es den obligatorischen weiterführenden Unterricht (école secondaire), der vier Jahre dauert. Das anschließende 'enseignement supérieur' ist vergleichbar mit einer deutschen Universitäts- oder Hochschulausbildung. 1905 wurde die Trennung zwischen Kirche und Staat gesetzlich festgelegt. 64% der Bevölkerung sind römisch-katholisch. 2% der Bevölkerung sind evangelisch und 6% sind mohammedanisch. Der Rest der Bevölkerung ist nicht kirchlich.

Das Klima in Frankreich zeichnet sich durch seine große Vielfältigkeit aus. Das hängt mit dem nach Osten hin abnehmenden Einfluss des Atlantischen Ozeans, dem Einfluss des Mittelmeers im Südosten und den Gebirgen zusammen. Infolge der langsamen Erwärmung des Meerwassers im Frühjahr und der langsamen Abkühlung im Herbst liegt die Temperatur entlang der Küste im Herbst oft wesentlich höher als im Frühjahr. Obwohl im größten Teil Frankreichs ein gemäßigtes Klima herrscht, liegen die wahrgenommenen Temperaturextreme dennoch weit auseinander. Der meiste Niederschlag fällt entlang der Westküste, vielerorts fallen mehr als 1000 mm pro Jahr, mit einer Höchstniederschlagsmenge im Herbst. Im Südosten von Frankreich, in Avignon und Marseille, fällt die geringste Niederschlagsmenge, jährlich 600 mm. Die Niederschlagsmengen sind zu einem wesentlichen Teil durch die Lage von Gebirgen bedingt. Umfangreiche Schneemengen fallen eigentlich nur in den Bergen. Je mehr man sich der Mittelmeerküste nähert, um so mehr Sonnenstunden sind zu verzeichnen, vor allem während der Sommermonate. Die Windrichtung ist überwiegend westlich, aber der Wind kommt auch oft aus nördlichen Richtungen. Bei einem Nordwind entwickelt sich im Rhônetal der Mistral. Andere Winde in Frankreich sind der föhnartige Autan und der kalte Nordostwind Bise.

Wegen der Unterschiede im Klima können in Frankreich sehr viel verschiedene landwirtschaftliche Erzeugnisse angebaut werden. Frankreich besitzt eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 320.000 km² (± 60% der Gesamtfläche). Davon sind ± 53% Ackerland, mehr als 41 % permanentes Grünland und fast 5% sind bedeckt mit Spezialkulturen wie Obst, Oliven und Weintrauben. Der Anteil des landwirtschaftlichen Sektors am BIP und an der Zahl der Arbeitsplätze mag zwar rückläufig sein, aber der Einfluss des Sektors auf die Politik (während der GATT-Verhandlungen beispielsweise) bleibt verhältnismäßig groß. Das wirtschaftliche Wohl ganzer Provinzen steht und fällt nämlich mit dem Gewinn der dort produzierten und verarbeiteten landwirtschaftlichen Produkte. Die landwirtschaftliche Produktion ist bisher zum größten Teil extensiv. Milchviehhaltung Die meisten Milchviehbetriebe in Frankreich liegen in der Bretagne und in der Normandie. Dort gibt es in diesen Betrieben auch die meisten Vollzeitstellen für Landwirte. 2007 gab es in Frankreich 94.000 Milchviehhalter. Die durchschnittliche Betriebsgröße dieser Betriebe beträgt 50 ha, mit einer Milchquote von 250.000 kg. Die Milchviehbetriebe sind überwiegend gemischt. Für die eigene Raufuttererzeugung wird viel Mais angebaut und diese Anbauflächen sind oft sogar noch größer als die Grünflächen. Es wird auch viel Getreide angebaut, da u.a. das Stroh in den Tieflaufställen, von denen es in Frankreich noch viele gibt, gut verwendet werden kann. Die Betriebe haben oft ein geräumiges Wohnhaus, in dem mehrere Generationen gemeinsam wohnen. Die im Betrieb vorhandenen Maschinen sind oft nur die Maschinen, die häufig benutzt werden. Wenn ein Landwirt eine Maschine braucht, die ziemlich teuer ist, kann er Mitglied einer 'C.U.M.A.' (Coopération d'Utilisation Matérial Agricole) werden. Das ist eine Maschinengenossenschaft, bei der jeder einen Teil der Maschinenkosten bezahlt, und zwar abhängig von der Hektaranzahl seines Betriebs. Die Milchquote eines französischen Landwirts kann nicht übertragen werden, denn sie ist bodengebunden. Der Landwirt weiß, dass die Quote für andere wertvoll ist, weshalb der Bodenpreis beim Verkauf etwas erhöht wird. Beim Verkauf eines einzelnen Grundstücks kann für die Quote ein Abschöpfungssatz von 10% - 50%, abhängig von der Situation des Unternehmers, gelten. Die Milchkommission des 'departement' beschließt den endgültigen Abschöpfungssatz. Da das Klima in der Bretagne und der Normandie milder ist als in Deutschland, kann das Vieh länger im Freien weiden. Es ist keine Ausnahme, dass Kühe neun Monate im Freien bleiben können. Ackerbau Die fruchtbarsten Agrargebiete liegen auf den Lehmböden des Pariser Beckens und im Norden (Weizen, Zuckerrüben, Raps, Flachs). Auch der Elsass, die großen Flusstäler und die bewässerten Zonen im Süden sind ertragreiche landwirtschaftliche Gebiete. Der Anbau von Hafer und Gerste ist weitgehend zerstreut; außer in den genannten Gebieten ist er auch anderenorts in Nordfrankreich von Bedeutung. Mais wird in Aquitanien und Languedoc angebaut. Gartenbau kommt vor allem in den Tälern von Loire, Garonne, Rhône und entlang der Mittelmeerküste vor. Die wichtigsten Weingebiete liegen entlang der Ufer der Rhône, der Garonne und der Loire, auf den Hügeln des Elsass, in der Champagne-en-France und im westlichen Mittelmeergebiet. Die landwirtschaftliche Nutzfläche in der Bretagne und der Normandie ist von guter Qualität, aber sehr unterschiedlich. Manche Grundstücke sind sehr steinig, andere überhaupt nicht. Das Gebiet ist einigermaßen hügelig, ohne dass dies die Betriebsführung erschwert. Es bieten sich dort wunderschöne Fernsichten an. Der Bodenpreis für einen Hektar ist abhängig von der Qualität, doch er liegt in groben Zügen zwischen 4.000 und 15.000 €. Der Pachtpreis in Frankreich für einen Hektar liegt zwischen 150 und 300 €.